Interview mit einem Schüler

Interview mit einem Schüler: Leonie

Im Folgenden gibt ein fortgeschrittener Schüler der Zhen Wu einen Einblick in seinen „Gong Fu Lebenslauf“

1. Wie alt bist Du und wie lange bist Du schon im Gong Fu unterwegs? 
Ich bin 45 Jahre alt und seit 2006 im Verein. Ich trainiere ausschließlich Tai Chi und Chi Gong

2. Was hat Dich damals dazu bewogen, mit Gong Fu anzufangen? Wie kamst Du zur Zhen Wu? 
Ich bin damals neu in die Stadt gezogen und eine Bekannte erzählte mir vom Tai Chi in ihrem Gong Fu Verein! Damals suchte ich einen sportlichen Ausgleich bei dem ich nicht mit jemanden  in einen Wettkampf treten und mich nicht in einem Fitnessstudio blamieren muss.

3. Wo liegt im Training Dein Fokus? Was trainierst Du zur Zeit am intensivsten?
Im Moment trainiere ich Konzentration, Akzeptanz und Frustrationstoleranz

4. Was hat Dich dazu bewogen in der Zhen Wu zu bleiben? 
Ich fühle mich dort gut aufgehoben. Alles kann, nix muss!

5. Gab es einen besonderen Moment in Deinem „Gong Fu Leben“ an den Du immer wieder zurück denken magst?
In einem Seminar bei Mike Martello haben wir die 8 Brokate erlernt. Durch sehr minimale Korrekturen meiner Körperhaltung habe ich erfahren, wie man stabil und flexibel zugleich sein kann. Mein Zugang zum Yin und Yang, würde ich sagen. 
Zu Beginn meiner Tai Chi Laufbahn sind wir viele Wochen immer wieder nur die Tai Chi Grundschritte gegangen. Diese Reduktion auf das scheinbar Einfache habe ich als maximal entlastend und zufriedenstellend erlebt.

6. Wie meinst Du, hast Du es geschafft, ein „Fortgeschrittener“ Schüler zu werden? 
Ich bin zum Training gegangen. Diese Entscheidung habe ich nicht mehr in Frage gestellt. Ich stell mir ja auch nicht mehr die Frage, ob ich morgens die Zähne putze… Mit der Zeit schreitet man dann fort!

7. Was sind Deine Ziele für die Zukunft? 
Fließende, stimmige, passende, harmonische Bewegungen 

8. Gibt es Dinge die Du in der Zhen Wu vermisst? 
Nein

9. Was würdest Du einem Anfänger in der Zhen Wu gerne mit auf den Weg geben?
Tai Chi und Stress in jeglicher Form von Leistungsdruck widersprechen sich. Also laufen lassen und dem Körper die Zeit geben, die er braucht!