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Kung Fu in der Schwangerschaft – von Silke Kärcher

  „Kung Fu? Im fünften Monat schwanger? Du bist ja verrückt!“ So oder ähnlich habe ich es während meiner Schwangerschaft letztes Jahr mehrfach von wohlmeinenden Bekannten zu hören bekommen. Meine Frauenärztin wollte mich direkt im zweiten Monat, als man noch nicht mal den Ansatz eines Bäuchleins sah, auf unbestimmte Zeit vom Training beurlauben. Meine Hebamme dagegen blieb cool. Teilgenommen am Training habe ich indes bis gut Mitte des siebten Monats (dann kamen die Sommerferien, sonst hätte ich weitergemacht) und für mich selbst habe ich noch bis kurz vor der Entbindung weiter trainiert. Kampfsport (und dazu zählt Kung Fu nun mal)

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Taiji auf Irrwegen – Teil 2

Summary (letzter Blogeintrag) Was ist Taiji? Aus welchem Kontext kommt es? Wie hat es sich entwickelt? Was ist es heute? (dieser Blogeintrag) Warum dieser Artikel? Was ist das Problem mit Taiji heute? Skills in den CMA. Schluss bzw Schlussfolgerung. Motivation für einen Artikel In der Zeit meiner eigenen Taiji-Ausbildung und vor allem seit der Zeit, in der ich unterrichte, habe ich die unterschiedlichsten Erfahrungen bezüglich der Vorstellung der Menschen, was Taiji denn sei, gemacht. Ich will stellvertretend für die größte Gruppe eine kurze Geschichte wiedergeben. Es kommt hin und wieder vor, dass Lehrer oder angehende Instruktoren aus anderen Stilen oder

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Taiji auf Irrwegen – Teil 1

  Summary (dieser Blogeintrag) Was ist Taiji? Aus welchem Kontext kommt es? Wie hat es sich entwickelt? Was ist es heute? (nächster Blogeintrag) Warum dieser Artikel? Was ist das Problem mit Taiji heute? Skills in den CMA. Schluss bzw Schlussfolgerung.   Taiji Quan, wörtlich übersetzt das „höchste am Dach - Faust“, übertragend also die effektivste Kampfkunst, ist ein Stil des Gong Fu oder klassischen Wushu aus dem antiken China. Basierend auf Stilen wie etwa dem Chang Quan (Langfaust), Shuai Jiao (chinesisch mongolisches Ringen) und dem Waffenkampf hat es sich kontinuierlich weiterentwickelt zu einem heute allgemein sehr bekannten und anerkannten „inneren“

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Ein Jahr Tong Bei – ein Rückblick von Michael Cluesmann

"Dieser Artikel ist von Michael Cluesmann auf seinem Blog Hirnlegoland zu finden. Hier der Direktlink: Click" 2002 hatte ich erstmals angefangen bei Sifu Jochen Wolfgramm chinesische Kampfkunst (chinsese martial arts, CMA aka „Kung Fu“) zu trainieren, damals noch den Sieben Sterne Mantis Stil in der Privatschule Bai Lung. Ich mußte dann ab 2008 leider Umständehalber lange pausieren. Letztes Jahr konnte ich endlich wieder anfangen. Sifu Wolfgramm unterrichtet heute unter anderem Tong Bei und Ba Bu Tang Lang im Zhen Wu e.V. Seit einem Jahr trainiere ich wieder. Es gibt eine Menge Gründe, warum ich damals aufgehört habe und genau so viele, warum ich heute tatsächlich mehr und

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Marvin Leck: Kung Fu im Wandel

Kung Fu – eine Tradition vom Aussterben bedroht? Vor ein paar Jahren hatte ich die Möglichkeit im Rahmen meines Studiums ein Auslandssemester in Beijing, China machen zu können. Neben der Chance auf eine Verbesserung meiner Sprachkenntnisse hatte ich auch das Glück am Tongbei Unterricht von Zhang Xinbin Laoshi teilnehmen zu dürfen. Als ich eines Abends auf dem Weg zum Training über den Campus der Uni schlenderte, hatte ich meinen Langstock dabei, da ich gerade mit einer neuen Waffenform begonnen hatte. Dabei begegneten mir ein paar chinesische Studenten, die sich offensichtlich gerade auf dem Weg zum Basketball Training befanden. Während ich

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Mike Martello’s Nachlass Part 4

Zwischen den Jahren poste ich den letzten Teil unserer Nachlass Reihe. Er gibt einen kritischen Blick auf mein eigenes Training und meine eigenen Schwierigkeiten bei der Umstellung damals. Ich hoffe es regt zum Nachdenken an, was Mike dazu zu schreiben hatte: "Hello Everyone, As I told Jochen I wanted to comment on or about the weekend... Took me  few days to digest your training and for me to relax some... Jochen already wrote me back his assessment of his training and he was very hard on himself.... Which I am glad for the honest opinion about yourself Jochen! I cannot

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Mike Martello’s Nachlass: Part 3

Heute poste ich ein Satement über Taiji das Mike seinerzeit verschickt hat. Es ist interessant und es gibt einen Einblick, in was er dachte: "Supposing that a person trains for 20 years in "external" arts then trains for another 15 years focusing on "internal" systems.. then, they insightfully apply the internal principles to all their techniques.. I suggest that they have evolved their fighting skills to be "internal".. Taiji is just a word, its principles are universal, and we sometimes come off as elitist when we battle of definitions.. There are too many people assuming that the only evidence of a "fighter"

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Mike Martello’s Nachlass: Part 2

  Wie versprochen poste ich heute einen weiteren Einblick in Mikes eMails: Wir sprachen über jemanden, der wie wir zu einem früheren Zeitpunkt auch, auf der Suche war. Ich versuchte zu vermitteln und stieß auf heftige Abwehr, was mich doch sehr überraschte. Das brachte Mike zu folgendem Kommentar: "Jochen, By the look of him from his website on sports and ideas I read there, its better he finds people who he can relate to more, in body and in mind... Let him attach himself to just that and he will find his way... From what I see he is attaching

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Stephan Panning: mit Taiji Quan kämpfen

Kämpfen mit Taiji Quan: Ein Erfahrungsbericht Als ich 2009 im Zhen Wu e.V., damals noch Bailung, intensiv mit Taiji quan begann, war meine Motivation zuerst eine gesundheitliche. Ich hatte einen körperlichen Einbruch hinter mir und musste meinen Lebensstil ändern. Es war zuviel im Leben, ich war zusehr unter Druck - wobei viel davon selbst gemacht war. Der `Kampf - Aspekt´ spielte im Taiji-quan Training für mich zunächst keine Rolle, denn es ging mir vorwiegend um Entspannng. `Kampf´ assoziierte ich damals mit Spannung, Druck, Aktion - und davon hatte ich in dieser Zeit genug. Ich wollte weg davon, mein Leben harmonisieren, ausgleichen,

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Mike Martello’s Nachlass

Vor nun schon 7 Jahren ist mein Lehrer und guter Freund Mike verstorben. Seit dem habe ich viele Dinge die er mir vermittelt hat so gut es mir möglich war weiter geführt und in Ehren gehalten. Etwas was Mike für mich ausmachte, war seine Art Wissen zu vermitteln. Nicht nur im Training, sondern auch danach. Auch per geschriebenem Wort. In meiner Überzeugung ist ein guter Lehrer jemand, der sich Gedanken um die Künste macht, Gedanken über seine eigene Entwicklung und über die seiner Schüler. Und diese Gedanken gibt er richtig dosiert weiter. Mike sagte oft: "es ist die Zeit nach

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