Sifu, Gedanken zu den CMA Pt. 3

Heute möchte ich gerne mit einem Zitat von Grandmaster Wang Xiang-Zhai (1885-1963), der das DaCheng Quan oder Yi Quan begründet hat, beginnen:

All sorts of strengths originate in the void and nothingness, which can only be felt gradually by the tiny edges and corners of the body“.

We must, first and foremost, avoid the use of clumsy force, in body and in mind. Using this force makes the qi stagnant.  When the qi is stagnant, the yi stops; when the yi stops, the spirit is broken.
A small movement is better than a big movement,
No movement is better than a small movement,
Stillness is the mother of all movements.
In quietude you are like a maiden
In motion you are like a dragon.
The mountains seem to fly when you apply your mind,
The seas overflow when you apply your power.

One should know that if one can take the time to practice martial arts, do it without any method, freely and slowly perceiving by intuition, the results will be great.

To sum up, what cannot lead to comfort, happiness, and gaining strength
does not deserve to be called martial art.

In movement, slow excels over quick, be relaxed rather than impatient, the movement should be slight and the spirit full. When one wants to move one will stop, when one wants to stop one will move, furthermore, when moving one cannot help but stop, when stopped, one cannot help but move.

Why move? Why be still?
What are the results?
What is the phenomenon in the middle of the process?
Thus perceive by intuition, and you will be approaching the truth!
(gesamtes Interview ist hier zu finden: Interview mit Master Wang)

Dieses Zitat gibt sehr treffend wieder, was ich in den letzten Jahren mit Sifu Martello aber auch mit einigen anderen chinesischen Lehrern erlebt habe.
Leider treffe ich in Deutschland hauptsächlich auf „Schulen“ die anstatt profunde und wichtige Grundlagen zu unterrichten, lieber den Leuten ausgedachtes, selbst zusammen geschustertes Halbwissen vermitteln oder trotz einiger gewisser Grundlagen nur endlose Formen und sinnlose Akrobatik weitergeben. Sehr schade. Aber wo soll das Wissen um tiefergehende Trainingsmethoden der Martial Arts auch herkommen? Ich habe selber jahrelang genauso unterrichtet und habe statt wichtiger JiBenGong (Basisübungen) eine Form nach der anderen weitergegeben.
Aber auch das, was viele als Jibengong bezeichnen, ist leider meist nur allzu nutzlos. Es fehlt hier in Deutschland und Europa definitiv bei den meisten der Blick für die Zusammenhänge. Selten findet man Lehrer die ihrerseits die Wichtigkeit der internen Kraft auch für ihr „externes“ Training entdeckt haben. Aber die CMAs, egal welcher Stil, beinhalten immer diesen Prozess, oder sie sind eben unvollständig.
Es ist ein langer und schwerer Weg, aber um die CMA zu verstehen und ihrem Ideal auch nur nahe zu kommen, muss man den Mut aufbringen den ersten Schritt zu machen. Schade, dass es so wenige sind, die diesen Mut finden!