Taiji Applications

Nachdem ich wieder mal im weiten Internetz auf einige Anwendungen aus dem Taiji gestoßen bin und ehrlicherweise ziemlich geschockt war, was da so als Anwendung verkauft wird, habe ich mich entschlossen mal einen kurzen Clip selber zu machen.

Er ist nicht schön, nicht effektvoll geschnitten und ich habe auch nicht mehrere Wochen geübt, bevor wir das aufgenommen haben. Ich bin einfach ins Training, hab mir einen Schüler geschnappt und wir haben 15 Minuten aufgenommen.
(Unten erklär ich mal, was ich mir so dabei denke … )

Folgende Techniken sind zu sehen:

Das Knie streifen
Ich verstehe nicht, wie man mit dieser Technik einen Tritt „blocken“ möchte? Die Leute haben noch nie einen richtigen Tritt abbekommen, scheints mir. Mit dem Unterarm blocke ich sowas nicht …
Stattdessen, versuche ich hier zu zeigen, das ein Uprooten in der Absicht der Technik liegt. Deshalb auch der Kreuzschritt in den Gegner rein. Ich habe hier zwar eine Variante der Technik gewählt, die in der Form so nicht 100% indentisch ist, aber das ist nur Nebensächlich. Es geht um das Schliessen der Distanz und das Kontrollieren des Gegners durch Fassen zum Knie. Deswegen auch „Das Knie Streifen“ (das des GEGNERS!). Was ich dann als Konter mache ist eigentlich egal.

Frau am Webstuhl
Besonders hier wird das Prinzip der Spiralförmigen Kraft angewand. Ich gehe in den Gegner mit einer in sich gedrehten Armbewegung (Gua) die den Angriff umlenkt und dabei idealer Weise den Gegner verwringt. So ist es leicht ihn aus der Balance zu bringen. Ich blocke aber nicht einfach einen Arm weg, ich nehme ihn rund auf und hebe ihn an. Auch hier ist der Schritt in den Gegner entscheidend.

Schritt und Tritt
Nicht zwingend als Trittabwehr, aber als solche bestimmt sinnvoller als eben Knie streifen!

Pferdenase tätscheln
Kann man auch einfach als Angriff nehmen und dem Gegner die Nase eindrücken. Entscheidend ist der Einsatz der Hüfte und somit der Ganzkörperkraft.

Schritt zu den 7 Sternen
Wichtigstes Prinzip hier: schrumpfen! Klein werden um dann nach oben zu schiessen und einen netten Uppercut zu platzieren.