Von der Kommunikation…

In einer Gruppe, Verein oder Schule ist die Kommunikation zwischen allen ein nicht unerheblicher Teil der dazu beiträgt, dass alle sich wohlfühlen. Doch leider gibt es da natürlich auch unterschiedliche Auffassungen und Einstellungen, die das Thema sehr komplex machen.
Deshalb habe ich mir gedacht, mit einem Artikel noch vor meinem Urlaub, das Thema aus meiner Sicht etwas näher zu beleuchten.

1) Kommunikation zwischen Lehrer und Schüler
ein spannendes Gebiet, durchläuft es doch viele verschiedene Phasen. Erst dient die Kommunikation dem Kennenlernen und ist meist sehr zurückhaltend. Mit der Zeit dient sie dann immer mehr der Informationssammlung fachspezifischer Themen. Der Lehrer gibt mit der Zeit seine Sicht der Kampfkunst weiter und versucht auch seine Einstellung zur Kunst zu vermitteln. Diese Kommunikation beruhte früher fast ausschliesslich auf Gespräche vor, nach und eingeschränkt während des Trainings. Heute haben wir mehr und mehr die schriftliche Kommunikation dazu geholt: Infoschreiben auf Papier, Mails, Foren und Facebook zb. Hier liegt der grosse Vorteil in der Möglichkeit Gedanken gründlicher ausformulieren zu können und durch die verschiedenen Medien Geschriebenes nachhaltig zur Verfügung zu haben. Der Lehrer muss also Dinge nicht immer und immer wieder neu erklären und formulieren.
Gibt es sogar die Möglichkeit in einem Forum, Portal oder anderem sozialen Netzwerk sich schriftlich auszutauschen, kann ein Dialog zwischen Schülern und Lehrern stattfinden, dass für alle sehr gewinnbringend sein kann. Im Laufe eines Dialogs kommen oft neue Sichtweisen und Ideen ans Licht, die für alle interessant und weiterführend sein können. Ein spannendes Feld, dass den Schülern auch das Gefühl gibt, mit an etwas beteiligt zu sein.

Ich kann mich noch gut an die Rundmails meines Lehrers Mike Martello erinnern, in denen er Anekdoten und Artikel aus dem Internet verschickte und zur Diskussion aufforderte. Das war oft Beginn eines interessanten Meinungsaustausch und ich habe dabei viel über Mike erfahren.

2) Kommunikation zwischen Kollegen
ein für mich ebenfalls spannendes Ding. Im Gedankenaustausch mit anderen Lehrern kann ich neue Sichtweisen gewinnen oder eigene bestätigt bekommen. Auch der Erfahrungsaustausch mit Kollegen zum Umgang mit Schülern ist bereichernd und oftmals sehr unterhaltsam. Diese Kommunikation ist viel öfters rein verbal am Telefon oder wenn man sich mal auf Veranstaltungen trifft. Die schriftliche Kommunikation mit Kollegen ist mehr geschäftlicher Natur: Einladungen oder Infos zu Veranstaltungen und die Nachbereitung derer. Hier stellt sich die Kommunikation leider oft als sehr zäh heraus 😉

 

Zum Schluss möchte ich noch darauf hinweisen, wie sehr mir persönlich eine gute Kommunikation am Herzen liegt. Oft kann ich durch gute Kommunikation Probleme lösen, wo sie noch garnicht richtig entstanden sind. Und viele Probleme sind im Nachhinein betrachtet meist auf schlechter Kommunikation begründet.
Ein gutes Training und ein unbehindertes Lernen ist aber von einer guten Trainingsatmosphäre mit abhängig. Also ein guter Grund dafür, die Kommunikation nicht zu vergessen und ihr einen gewissen Stellenwert beizumessen. P1000839

Enden möchte ich mit einem Zitat von Mike Martello: „es sind die Augenblicke nach dem Training, wenn Du mit Deinem Lehrer noch rumhängst und über alles Mögliche sprichst. Dann lernst Du am meisten über die Kampfkunst … „