ATA 7 – von Karl von Westenholz

ATA Teil 7

Nach einer langen Pause war es endlich soweit: wir durften uns eines weiteren Teils der Ausbildung erfreuen und unseren Wissensdurst am schier unerschöpflichen Spektrum unserer Kampfkunst stillen. 

Thematisch standen die zehn Tugenden der Kampfkunst auf dem Plan: Eigenschaften wie eiserne Härte und Unerbittlichkeit dem feindlichen Kämpfer aber auch sich selbst gegenüber waren zentrale Anker des Theorieteils… Nur ein kleiner Spass am Rande. Tatsächlich wurden die fünf Aspekte des (äußerlich sichtbaren) Verhaltens beleuchtet, wie beispielsweise Respekt gegenüber anderen und Loyalität zu einer Instanz (z.B. dem Kung Fu, dem Lehrer, der Schule). Demgegenüber standen fünf Aspekte des Geistes, beispielsweise Mut und Wille zur eigenen (inneren) Weiterentwicklung.

Wie üblich folgte dem Theorieteil die Praxis, in der sich die Tai Chi- Gruppe von der des Kung Fu trennte. So wurden im Tai Chi neben der körperlichen durch meditative Elemente auch die mentale Ebene angesprochen, während im Kung Fu diverse Waffen eingeübt und eine neue Handform erlernt wurden. Beispiele für Anwendungen der Handtechniken komplettierten einen ertragreichen Tag an dessen Ende sich wieder einmal das Gefühl breit machte, in der nachhaltigen Entwicklung seines Selbst einen großen Schritt nach vorne gemacht zu haben.