Dennis: Klosterwoche

Ich wollte auch kurz etwas zu der diesjährigen Klosterwoche zum Besten geben. Leider konnte ich nicht an den vollen 6 Tage der Klosterwoche teilnehmen, somit war ich erst ab Sonntag mit dabei. Schade, dass ich Mike´s Besuch verpasst habe aber ich war trotzdem sehr motiviert zu trainieren. Das tägliche morgendliche QiGong hat mir sehr gut getan; man stellt sich tatsächlich nicht so häufig bei dieser Jahreszeit vor der Arbeit noch in den Regen und macht seine Übungen. Das gute an der Klosterwoche ist, dass man in diesem Rahmen mehr Zeit hat sich mit einzelnen Übungen auseinander zu setzen als im normalen Training. Ich denke, so konnte jeder sich ein Stück weit verbessern.
Die Schwerpunkte der vor- und nachmittaglichen Trainingseinheiten lagen dieses Jahr auf Basisübungen und dem Entspannen an sich. Natürlich auch Formen zum Aufwärmen und Konditionstraining. Ich persönlich konnte hoffendlich die Formen, die ich auf dem WanFu-Turnier am Samstag laufen möchte, verbessern. Ist noch alles weit weg von perfekt, aber so langesam wirds.
Beim TaiJi konnte ich am meisten verbessern. Ich mache jetzt TaiJi knapp 2 Jahre und ich stehe gerade erst am Anfang, was ich bei Push-Hands deutlich gemerkt habe. Einige Sachen sind mir in den Tagen wieder deutlicher geworden. Ich habe schon viel mehr gehört und in Gesprächen mit Sifu oder Mike mitbekommen als ich bis jetzt kann. Manchmal merke ich das das Gehört Sinn macht und ich mich darin wiederfinde. So langsam kann ich in den Formen von einem Fluss reden, oder dass die Atmung spontan richtig ist und ich nicht so viel nachdenken muss. Formen sind auf jeden Fall wichtig und sinnvoll für den Fluss, Sinken, Gewichtsverlagerung, präzise Grundhaltungen oder Atmung aber meiner (theoretischen) Meinung nach ist Push-Hands das eigentliche TaiJi. Alles gelernte aus dem Formen soll dann ins Pushen übertragen werden, kann ich zwar noch nicht aber ok. Und jeder der denkt, beim Pushen geht es nur ums „kämpferische“ im TaiJi ist da auf Holzweg. Letztendlich geht es im TaiJi oder im KungFu allgemein nicht ums kämpfen, gewinnen oder verlieren. Wenigstens habe ich das schon begriffen 🙂
So, nach diesem Abschweifen wieder zurück zum Thema. Alles im Allem fand ich die Klosterwoche sehr gut, besonders das Miteinander war wirklich lustig. Und frei nach dem inoffiziellen Motto „Entspannt in die Fresse“ haben alle viel gelernt und Spaß gehabt.