Sifu, Montag 27.10.2008

Am Wochenende war bei us im Verein wieder mal richtig was los: gleich 4 Lehrer kamen um in einem Seminar über das ganze Wochenende Einblicke in mehrere Stile zu geben. Leider konnte ich wegen meiner Fussverletzung nur vom Rand aus zusehen und mich über die gute Atmosphäre beim Seminar freuen.

Am Samstag gab es Einblicke erst in das Liuhe Tang Lang (Six Harmony Praying Mantis) mit Sun Laoshi. Es war einfach toll, den runden und geschmeidigen Bewegungen zu zusehen und wenn Sun Laoshi die Anwendungen demonstrierte, wurde aber auch klar, wie kraftvoll und effektiv diese Techniken sein können.
Danach war Spass pur angesagt: Yu Laoshi liess die Matten auslegen und nach einer kurzen Fallschule wurden Techniken aus dem Shuaijiao durchweg mit Partner geübt.
Abschluss machte dann Mike Martello mit einer Einheit QinNa. Diesmal ging er über den einfachen Hebel des Handgelenks über das Ellbogengelenk bis hoch zur Schulter. Sehr interessant und sinnvoll.
Ausklingen liess er den Tag mit einer Runde Stretching.

Auch der Abend im Chinarestaurant musste leider ohne mich stattfinden, aber ich habe mir sagen lassen, dass es wieder mal eine nette lustige Runde war.

Am Sonntag begann der Seminartag dann mit Aufwärmübungen aus dem Tong Bei und dann schlisslich Techniken aus dem Yi Quan. In einem Gespräch mit Zhang Laoshi, erörterten wir dann auch nochmal, dass die landläufige Meinung Yi Quan habe keine Techniken, so nicht richtig ist. Yi QUan hat eine Menge Techniken um den Stil zu erlernen und zu verstehen. Das übergeordnete ZIEL ist es aber, die Techniken irgendwann nicht mehr zu brauchen, sondern die Kraftentwicklung ohne Technik zu beherrschen und einsetzen zu können!
Nach Zhangs Einheit gab es dann wieder Unterricht bei Sun Laoshi: Ba Gua Zhang. Die Teilnehmer waren trotz der Anstrengenden Ausführung beim Circle-Walking begeistert.
Den Abschluss machte wiederum Mike Martello mit einer Einheit Taiji Qi Gong.

Für alle war das Seminar sehr ergiebig und, wie ich auch mit einigen Seminarteilnehmern gemeinsam im Gespräch erörtert habe, galt es nicht so sehr Komplette Übungen zu erlernen, sondern Eindrücke zu sammeln und Verständnis für seinen eigenen Kampfkunstweg zu finden. Der eigene Weg ist wie ein Mosaik, zuerst weiss man nicht genau was das Bild ergeben wird, aber mit jedem Stein werden die Zusammenhänge der Dinge die man sieht, lernt und trainiert immer deutlicher. Auf diesem Seminar hat jeder eine Handvoll Mosaiksteine angeboten bekommen. Nun gilt es, diese Steine in das bisherige Bild einzufügen …

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