Gedächtnisfeier für Mike Martello – von Dennis Prieß


Am Samstag den 27.06.2009 8.00 Uhr morgens begann in Antwerpen, Belgien die Gedächtnisfeier zu Ehren von Mike Martello Sigung.
Dafür sind Sifu, Steve Cottrell Laoshi mit seiner Schülerin Naomi aus Fort Worth, Texas, Kortes, Marvin und ich am Freitag gegen Nachmittag von Osanbrück Richtung Belgien aufgebrochen. Am Abend saßen wir alle zusammen mit Zhang Laoshi noch ein wenig in Mike´s Küche, haben Tee getrunken und uns noch etwas ausgetauscht. Für mich war das Betreten der Wohnung, wo wir alle zusammen mit Mike so viel Zeit verbracht haben, gelacht und trainiert haben sehr unwirklich, da Mike in allen immer so present war, dass er aus dieser Wohnung einfach nicht weg zu denken war.
Morgens sind wir zeitig aufgestanden, um zu dem See zu fahren, an dem die Gedächtnisfeier stattfinden sollte. Wir waren mit die ersten und schon nach kurzer Zeit füllte sich der Parkplatz und immer mehr Meschen kamen. Viele von den Leuten kannte ich vom Training in Belgien, aber auch aus dem Trainings Camp in Beijing 2007. Die meisten waren Schüler von Mike aus Belgien, den Niederlanden, Norwegen, den USA, China und Deutschland. Weit über Hundert Menschen hatten sich schließlich versammelt, als es zu einem Schweigemarsch um den See zum Gedenken an Mike losging. Anschließend sind wir alle gemeinsam zu einem etwas erhötem Platz an dem See gegangen, an dem Mike viel trainiert hat. Hier eröffnete Rosa mit wenigen aber herzlichen Worten die Zeremonie. Viele zeigten etwas von Ihrem Können um Mike zu ehren. Angefangen mit Didgeridoo über Opern Gesang, viel TaiJi und Kung Fu Vorführungen und anderen Musikdarbietungen von seinen Bekannten und Schülern. Alles war sehr bewegend. Mike hat immer versucht viel Menschen aus verschiedensten Teilen der Erde zusammen zu bringen, um sich auszutauschen und von einander zu lernen. Es hätte ihm sicher gefallen.
Nach den Vorführungen sind wir alle zusammen an einen kleinen Steg gegangen und haben einen Teil von Mike´s Asche in den See gestreut. Wir standen alle noch einige Minuten still da, bis sich die Gesellschaft langsam auflöste. Mir kam es sehr lange vor wie wir da standen. Ich habe versucht all diese Momente festzuhalten, um sie mir zu bewahren. Am Ende haben wir noch Mike´s Schwester und Ihre Familie aus New York kennengelernt und sie hat uns ein paar Geschichten über Mike erzählt, dass er zu den glücklichsten Menschen gehört hat, weil er das was er liebte, mit allem was er hatte gelebt hat und wer kann das heutzutage noch von sich behaupten.
Es war für mich und viele Anderen zwar auch sehr hart, allerdings werde ich diesen Tag als eine gute Erinnerung behalten, da man es sehr selten erleben darf, das einem Menschen ein so aufrichtiger und überaus großer Respekt entgegengebracht wird, wie an diesem Tag für Mike Martello.