ATR 8 – von Michael Cluesmann

Der Herbst naht mit großen Schritten, dies ist die seltsame Zeit des Jahres wo viele Dinge die lange absehbar waren nun ganz plötztlich vor der Tür stehen. Für die Gruppe der Teilnehmer an der Ausbildungsreihe zum Assistenztrainer ist dies der 8. Seminartag und damit der vorletzte vor den anstehenden Abschlußprüfungen. Zeit für etwas Zwischenbilanz.

Der regelmäßige Termin einmal im Monat ist mittlerweile zu einer festen Einrichtung im Leben aller Beteiligten geworden. So sehr, daß sich bei den besonders vorausdenkenden bereits Wehmut bemerkbar macht, angesichts des fortgeschrittenen Programms. Jochen Laoshi brachte es jedenfalls zum Pläneschmieden über eine Seminarreihe im nächsten Jahr.

Wie immer hatte jemand (ich) Brötchen mitgebracht und alle anderen Dinge zum belegen. Das begleitende Frühstücksbuffet hat sich bewährt und unterstreicht die Motivation der Teilnehmer.

Nachdem es letztes mal im Theorieteil um die universellen Aspekte oder Methoden des Trainings von Kampfkünsten allgemein ging wurden diesmal Prinzipien behandelt, die das Kampfverhalten und -Training betreffen. Vieles davon läßt sich in einem einfachen Sparring nicht erlernen, sondern erfordert bewußtes und kontrolliertes Üben, was dann im folgenden Praxisteil vermittelt wurde.

Wie es sich für eine fortschreitendes Curriculum gehört steigt der Anteil der vertiefenden Inhalte stetig an. Für die Teilnehmer des Tang Lang bedeutete dies eine weitere Form zu lernen, für die Teilnehmer des Tai Ji die inzwischen gut geübte Form an vielen Punkten zu korregieren, präzisieren, die Haltung  und den Fluss zu verbessern aber dabei die Techniken klarer zu trennen. Bei den Partnerübungen zu Rou Shou / Push Hands lagen die Schwerpunkte wiederum nur geringfügig anders. Daran läßt sich gut aufzeigen, daß es sich bei den Unterschieden zwischen den Stilen in erster Linie um unterschiedliche pädagogische Ansätze handelt, die sich in der Anwendung wieder annähern.