Sifu, Montag 19.11.2007

Seminare am 17 und 18.11.2007

Nun sind sie um die Seminare, leider. Es war eine tolle Zeit und alle Teilnehmer haben wahnsinnig viel gelernt. Der Inhalt der Seminare und die Gespräche (mit Übersetzer zum Glück, Danke Puja!) danach haben mir ein weiteres Mal viele Dinge klar gemacht.

Insofern werde ich die nächsten Tage hier nach und nach ein paar persönlichere Gedanken wiedergeben und hoffentlich zum Nachdenken anregen!

Aber nochmal zum Ablauf der Seminare im Ganzen:

Am ersten Wochende haben wir den Samstag mit Shuai Jiao begonnen, bei dem alle drei Lehrer ordentlich Tipps und Anregungen an die Teilnehmer weitergegeben haben! Shuai Jiao ist die chinesisch/mongolische Version des Judo. Und es wird ihm nachgesagt genau dieses beeinflusst beziehungsweise diesem voraus gegangen zu sein!
Danach gab es eine Einheit QinNa mit Martello Sifu quasi als Cool-DOWN! 😉

Am Sonntag wurden dann einer größeren Teilnehmergruppe, Mikes spezifische Aufwärmübungen vorgestellt und danach ging es ins Tong Bei Quan. Nach einer Pause wurde die Gruppe aufgeteilt und die Leute mit Vorerfahrung im Tong Bei haben die Ba Shi Form (oder Tao Lu) von Zhang Laoshi erlernt. Die anderen beiden Gruppen übten zum einen Shuai Jiao oder mit Mike Martello Sifu Tang Lang JiBenGong.

Das zweite Wochende musste ohne Mike Martello Sifu stattfinden, da er mit einer Lebensmittelvergiftung das Bett hüten musste. Am Samstag begannen wir so mit Zhang Laoshi das Yi Quan. Erst stehende Übungen (Zhan Zhuang) und dann Übungen zum Fali generieren. Extrem schwer aber unglaublich gut! Danach ging es mit Yu Laoshi ins Xing Yi Quan. Da das Yi Quan aus dem Xing Yi Quan entstanden ist, waren die Ähnlichkeiten schnell zu erkennen. Wir haben zwar nur zwei Techniken geübt, aber diese haben schon jeglich Konzentration, die noch übrig war aufgebraucht!
So haben wir dann den Sonntag auch gleich mit der Wiederholung der Xing Yi Techniken begonnen und alle konnten nochmal sehr viel verbessern und dazulernen. Danach ging es in Partnerübungen aus dem Yi Quan. Sehr interessant und eine sehr gute Ergänzung zum üblichen Push-Hands. Zum Ende hin haben nochmal vier Teilnehmer in Shuai Jiao reingeschnuppert bevor dann alle wieder gemeinsam nochmal Yi Quan zum Asuklang wiederholten.

Insgesamt also zwei hochkarätige Seminarwochenenden mit sehr guten Inhalten!

Wir alle sind freudig gespannt auf die nächsten Seminare 2008!

Jochen Wolfgramm

Jochen Wolfgramm Geboren am 25. Mai 1965, studierte erst in Münster Philosophie, Sinologie und Germanistik, beendete 1998 seine Ausbildung zum Physiotherapeuten (Sportphysiotherapeut seit 2000) und arbeitet seitdem in diesem Beruf. Seit 1989 betreibt er Gong Fu. Erst Qi Xing Tang Lang und Taiji Quan, jetzt Babu Tang Lang, Tong Bei Quan und Taiji Quan.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Bailung e.V.

    Hi Puja,

    sehr treffend! Es war auch wieder einmal schön, dass Du dabei warst! Aber das weisst Du ja schon! 😉

  2. puja

    Beide Wochenenden waren auch für mich sehr interessant und haben einfach auch ne Menge Spaß gemacht. Hab mal wieder sehr viel gelernt und auch viel schon Gelerntes durch das Training mit den Laoshimen entschlüsselt bekommen. In meinen Gesprächen (insbeondere mit Zhang Laoshi) ist mir vieles klar geworden, was z.B. mein Tai Ji Lehrer in Beijing nicht klar genug kommunizieren konnte. Hier und auch an den äußerst hilfreichen und individuellen Korrekturen ist mir mal wieder aufgefallen, wieviel mehr zu einem Lehrer gehört, als „nur“ gutes Gongfu.
    Ich denke ein Spruch von Dieter gibt da ein guten Abschluss zu meinem Kommentar: „Was kann ich mir mehr wünschen [von so einem Wochenende] als zu machen, was ich liebe, mit Leuten, die ich liebe/mag.“

Schreibe einen Kommentar